DIE SAKRAMENTE

Was ist ein Sakramentale?

Saintly Redaktion 9 Min. Lesezeit
Illustration der Hände eines Priesters, die neben einem steinernen Becken und einer brennenden Kerze ein kleines Fläschchen mit geweihtem Öl halten
Kurz gesagt

Ein Sakramentale ist ein heiliges Zeichen, das die Kirche eingesetzt hat, etwa ein Segen, Weihwasser, ein Kreuz, ein Rosenkranz oder eine Medaille. Es bereitet den Menschen darauf vor, die Gnade zu empfangen, und heiligt die gewöhnlichen Augenblicke des Lebens. Anders als die sieben Sakramente, die Christus eingesetzt hat und in denen er selbst handelt, wirken Sakramentalien durch das Gebet der Kirche und den Glauben dessen, der sie gebraucht. Wer sie wie Glücksbringer behandelt, macht Aberglauben daraus.

Ein Sakramentale ist ein heiliges Zeichen, das die Kirche eingesetzt hat. Es bereitet einen Menschen darauf vor, die Gnade zu empfangen, und heiligt den gewöhnlichen Alltag. Die wichtigsten Sakramentalien sind die Segnungen, und zu ihnen gehören die vertrauten Dinge des katholischen Lebens: das Weihwasser, das Kreuz an der Wand, der Rosenkranz, die Medaille, die Asche am Aschermittwoch, die Palmzweige am Palmsonntag. Sie umgeben die sieben Sakramente wie ein Rahmen ein Bild, und die Kirche achtet darauf, dass sie an diesem Platz bleiben.

Was ist ein Sakramentale?

Ein Sakramentale ist ein heiliges Zeichen, das einem Sakrament ähnelt, aber von der Kirche eingesetzt ist und nicht von Christus. Durch das Gebet der Kirche bezeichnet es geistliche Wirkungen, bereitet die Menschen auf den Empfang der Gnade vor und heiligt die Umstände des täglichen Lebens. Zu jedem Sakramentale gehört ein Gebet, und meist kommt eine Geste oder ein Gegenstand hinzu.

Der Katechismus übernimmt seine Begriffsbestimmung vom Zweiten Vatikanischen Konzil: Sakramentalien „sind heilige Zeichen, durch die in einer gewissen Nachahmung der Sakramente Wirkungen, besonders geistlicher Art, bezeichnet und kraft der Fürbitte der Kirche erlangt werden. Durch diese Zeichen werden die Menschen bereitet, die eigentliche Wirkung der Sakramente aufzunehmen; zugleich wird durch solche Zeichen das Leben in seinen verschiedenen Gegebenheiten geheiligt“ (KKK 1667). Der Codex des kanonischen Rechtes sagt dasselbe mit weniger Worten und spricht von Wirkungen, die „in einer gewissen Nachahmung der Sakramente“ bezeichnet werden (Codex des kanonischen Rechtes, can. 1166).

Der Katechismus nennt auch, was alle Sakramentalien gemeinsam haben: „Sie enthalten stets ein Gebet, das oft von einem bestimmten Zeichen begleitet wird, etwa von der Handauflegung, dem Kreuzzeichen oder der Besprengung mit Weihwasser, die an die Taufe erinnert“ (KKK 1668). Der Kern ist das Gebet. Ein gesegneter Gegenstand ist ein Gegenstand, über dem die Kirche gebetet hat.

Worin unterscheidet sich ein Sakramentale von einem Sakrament?

Die sieben Sakramente hat Christus eingesetzt, und in ihnen handelt Christus selbst und schenkt die Gnade, die sie bezeichnen. Sakramentalien hat die Kirche eingesetzt, und sie wirken durch das Gebet der Kirche. Sie verleihen die Gnade nicht so, wie ein Sakrament es tut. Sie bereiten einen Menschen darauf vor, die Gnade zu empfangen und mit ihr mitzuwirken.

Der Katechismus bestimmt die Sakramente so: „Die Sakramente sind von Christus eingesetzte und der Kirche anvertraute wirksame Zeichen der Gnade, durch die uns das göttliche Leben gespendet wird“ (KKK 1131). Sie wirken ex opere operato, „aufgrund der vollzogenen Handlung“, denn dabei „wirkt in ihm und durch es die Macht Christi und seines Geistes, unabhängig von der persönlichen Heiligkeit des Spenders“ (KKK 1128). Unser Überblick über die sieben Sakramente geht jedes einzelne durch.

Sakramentalien wirken anders: „Die Sakramentalien verleihen die Gnade des Heiligen Geistes nicht nach Art der Sakramente, sondern bereiten durch das Gebet der Kirche vor, die Gnade zu empfangen und mit ihr mitzuwirken“ (KKK 1670). Eine gültige Taufe schenkt die Gnade auch dann, wenn der Priester selbst kein guter ist. Weihwasser bewirkt nichts bei jemandem, der es als Glücksbringer benutzt.

Die sieben Sakramente stehen fest. Die Sakramentalien nicht: „Neue Sakramentalien einführen oder anerkannte verbindlich auslegen, einzelne von ihnen abschaffen oder verändern, kann allein der Apostolische Stuhl“ (can. 1167). Gemäß den pastoralen Entscheiden der Bischöfe dürfen sie auch „den besonderen Bedürfnissen und der besonderen Kultur und Geschichte des christlichen Volkes einer Region oder Zeit angepaßt werden“ (KKK 1668).

Welche Beispiele für Sakramentalien gibt es?

An erster Stelle stehen die Segnungen: von Personen, Mahlzeiten, Gegenständen und Orten. Dann kommen die gesegneten Dinge, die Katholiken aufbewahren und gebrauchen, etwa Weihwasser, Kreuze, Rosenkränze, Medaillen, Skapuliere, Kerzen, Asche und Palmzweige. Auch die Weihe einer Kirche oder eines Altars, die Ordensprofess und der Exorzismus sind Sakramentalien.

Segnungen. „Zu den Sakramentalien gehören in erster Linie die Segnungen (von Personen, Gegenständen, Orten oder Mahlzeiten)“ (KKK 1671). Das Tischgebet, das Kreuzzeichen, das Eltern ihrem Kind auf die Stirn zeichnen, und der Segen am Ende der Messe gehören hierher. Das Direktorium über die Volksfrömmigkeit und die Liturgie empfiehlt den Segen der Familien in ihren Häusern während der Osterzeit, „oder auch zu anderen Zeiten des Jahres“ (Direktorium, 152).

Bleibende Segnungen. Gewisse Segnungen haben die Wirkung, „Personen Gott zu weihen und Gegenstände und Orte dem liturgischen Gebrauch vorzubehalten“ (KKK 1672). Beispiele sind die Ordensprofess, die Weihe einer Kirche und die Segnung der heiligen Öle und der Glocken.

Gesegnete Gegenstände. Weihwasser, Kreuze, Rosenkränze, Medaillen, Skapuliere und Statuen sind Sakramentalien, sobald die Kirche sie für die Andacht gesegnet hat. Das Braune Skapulier, eine verkleinerte Form des Karmelitengewandes, wird „in einem partikularen kirchlichen Ritus“ überreicht (Direktorium, 205). Die Kirche segnet Marienmedaillen und erinnert daran, dass sie „dazu dienen, die Liebe Gottes in Erinnerung zu rufen und das Vertrauen auf die selige Jungfrau zu vermehren“ (Direktorium, 206). Unsere Anleitung zum Rosenkranzgebet behandelt das verbreitetste Sakramentale.

Zeichen im Kirchenjahr. Die Asche am Aschermittwoch hat den Sinn, „die eigene Gebrechlichkeit und Sterblichkeit zu bedenken sowie die Notwendigkeit der Erlösung durch Gottes Barmherzigkeit zu erkennen“ (Direktorium, 125). Am ersten Sonntag im Advent, dem 29. November 2026, segnen viele Familien einen Adventskranz. Er ist „Symbol des prophetischen Lichtes, das nach und nach die Nacht der Erwartung erhellte bis zum Aufgang der Sonne der Gerechtigkeit“ (Direktorium, 98).

Exorzismus. „Wenn die Kirche öffentlich und autoritativ im Namen Jesu Christi darum betet, daß eine Person oder ein Gegenstand vor der Macht des bösen Feindes beschützt und seiner Herrschaft entrissen wird, spricht man von einem Exorzismus“ (KKK 1673). In einfacher Form gehört er zu jeder Taufe. Der Katechismus fügt hinzu: „Etwas ganz anderes sind Krankheiten, vor allem psychischer Art“.

Warum sind Segnungen die wichtigsten Sakramentalien?

Alle anderen Sakramentalien gehen aus einem Segen hervor. Ein Segen lobt Gott für seine Gaben und bittet ihn, dass die Menschen diese Gaben gut gebrauchen. Weihwasser ist Wasser, das die Kirche gesegnet hat, und eine Medaille wird zum Sakramentale, weil die Kirche über ihr gebetet hat.

„Jede Segnung ist ein Lobpreis Gottes und ein Gebet um seine Gaben“, sagt der Katechismus, und wenn die Kirche einen Segen erteilt, ruft sie „den Namen Jesu an und macht dabei für gewöhnlich das heilige Zeichen des Kreuzes Christi“ (KKK 1671). In den Kurztexten heißt es weiter, die Segnungen seien „zugleich Lobpreisungen Gottes um seiner Werke und Gaben willen und Bitte der Kirche für die Menschen“, „damit diese von den Gaben Gottes im Geist des Evangeliums Gebrauch machen können“ (KKK 1678).

Gott gab Aaron die Worte, mit denen er Israel segnen sollte: „Der HERR segne dich und behüte dich. Der HERR lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig“ (Num 6,24-25). Paulus erklärt, warum es überhaupt sinnvoll ist, eine Sache zu segnen: „Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut und nichts ist verwerflich, wenn es mit Dank genossen wird; es wird geheiligt durch Gottes Wort und durch das Gebet“ (1 Tim 4,4-5).

Die Quelle jedes Segens ist Christus. Der Vater „hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel“ (Eph 1,3).

Wer darf einen Segen erteilen?

Die meisten Segnungen erteilen Bischöfe, Priester und Diakone, und je mehr ein Segen das sakramentale Leben der Kirche betrifft, desto mehr ist er ihnen vorbehalten. Laien dürfen bestimmten Segnungen vorstehen, weil jeder Getaufte berufen ist zu segnen. Eltern, die ihre Kinder segnen, und eine Familie, die ihr Essen segnet, sind die alltäglichen Beispiele.

Der Katechismus erklärt: „Die Sakramentalien fallen unter die Zuständigkeit des Priestertums aller Getauften: Jeder Getaufte ist dazu berufen, ein ‚Segen‘ zu sein und zu segnen. Daher können Laien gewissen Segnungen vorstehen. Je mehr eine Segnung das kirchliche und sakramentale Leben betrifft, desto mehr ist ihr Vollzug dem geweihten Amt (Bischöfen, Priestern und Diakonen) vorbehalten“ (KKK 1669). Petrus richtet denselben Ruf an jeden Christen: „Segnet, denn dazu seid ihr berufen worden, dass ihr Segen erbt“ (1 Petr 3,9).

Das Kirchenrecht zieht die Grenzen für die Kleriker. „Segnungen kann, mit Ausnahme der dem Papst oder den Bischöfen vorbehaltenen, jeder Priester vornehmen“. Für den Diakon gilt: „Der Diakon kann nur jene Segnungen vornehmen, die ihm von Rechts wegen ausdrücklich gestattet werden“ (can. 1169). Für einen neuen Rosenkranz oder eine Medaille frag einen Priester oder Diakon. Viele segnen sie dir nach der Messe in einer Minute.

Wie wirken Sakramentalien?

Sakramentalien wirken durch das Gebet der Kirche und den Glauben dessen, der sie gebraucht. Sie lenken die Aufmerksamkeit auf Gott, erinnern an die Sakramente, besonders an die Taufe, und machen einen Menschen, der gut vorbereitet ist, empfänglich für die Gnade. Ihre Kraft kommt aus dem Tod und der Auferstehung Christi, aus derselben Quelle wie die der Sakramente.

Der Katechismus zitiert das Konzil: „Wenn die Gläubigen recht bereitet sind, wird ihnen nahezu jedes Ereignis ihres Lebens geheiligt durch die göttliche Gnade, die ausströmt vom Pascha-Mysterium des Leidens, des Todes und der Auferstehung Christi, aus dem alle Sakramente und Sakramentalien ihre Kraft ableiten“ (KKK 1670). Auf die Worte „recht bereitet“ kommt es an.

Die Schrift zeigt, wie Gott durch gewöhnliche Dinge wirkt, die mit seinen Dienern verbunden sind. „Auch ungewöhnliche Machttaten tat Gott durch die Hand des Paulus. Sogar seine Schweißbinden und Tücher, die er auf der Haut getragen hatte, nahm man weg und legte sie den Kranken auf; da wichen die Krankheiten“ (Apg 19,11-12). Die Wunder wirkte Gott, und Lukas sagt das ausdrücklich.

Die Kirche verbindet mit dem andächtigen Gebrauch mancher Sakramentalien auch Ablässe. Einen Teilablass erhält, wer andächtig ein Kreuz, einen Rosenkranz, ein Skapulier oder eine Medaille gebraucht, die ein Priester oder Diakon gesegnet hat. Am 29. Juni, dem Hochfest der Apostel Petrus und Paulus, wird daraus ein vollkommener Ablass, wenn der Papst oder ein Bischof den Gegenstand gesegnet hat und man das Glaubensbekenntnis spricht (Enchiridion Indulgentiarum, Gewährung 14). Unser Beitrag über Ablässe erklärt, was das bedeutet.

Wann wird ein Sakramentale zum Aberglauben?

Ein Sakramentale wird zum Aberglauben, wenn jemand erwartet, dass der Gegenstand oder die Worte von selbst wirken, losgelöst von Glauben und Gebet. Eine Medaille, die man als Glücksbringer trägt, Weihwasser, das wie ein Zauber behandelt wird, oder ein Gebetszettel, der ein sicheres Ergebnis verspricht, überschreiten diese Grenze. Das Zeichen ist erlaubt. Die magische Erwartung verdirbt es.

Der Katechismus beschreibt Aberglauben als den Fall, dass „bestimmten, im übrigen berechtigten oder notwendigen Handlungen eine magische Bedeutung beigemessen wird“, und fährt fort: „Wer die Wirksamkeit von Gebeten oder von sakramentalen Zeichen dem bloß äußerlichen Verrichten zuschreibt und dabei von den inneren Haltungen, die sie erfordern, absieht, verfällt dem Aberglaube“ (KKK 2111).

Das Direktorium wendet das auf die bekannteste Medaille überhaupt an. Die „wundertätige Medaille“ ist wie andere marianische Medaillen und religiöse Gegenstände „kein Talisman und darf nicht zum Aberglauben verführen“ (Direktorium, 206). Über Gesten wie das Berühren von Bildern und das Tragen von Medaillen sagt es warnend: „Ohne diese innere Seite läuft man jedoch Gefahr, dass symbolische Gesten in leere Gewohnheiten abgleiten oder, was noch schlimmer wäre, zu abergläubischen Praktiken verkommen“ (Direktorium, 15). Derselbe Maßstab gilt für Kettennovenen.

Eine einfache Frage trennt den gesunden Gebrauch vom ungesunden: Führt mich dieses Zeichen zu Gott und zu den Sakramenten, oder tritt es an ihre Stelle? Der Katechismus sagt über die Formen der Volksfrömmigkeit: „Diese Ausdrucksformen setzen das liturgische Leben der Kirche fort, ersetzen es aber nicht“ (KKK 1675).

Wie geht man mit einem gesegneten Gegenstand um?

Behandle ihn mit Ehrfurcht und bewahre ihn für das Gebet auf. Nach dem Kirchenrecht dürfen gesegnete Gegenstände nicht zu profanem oder unpassendem Gebrauch verwendet werden, auch wenn sie Privatpersonen gehören. Wenn einer abgenutzt ist oder zerbricht, ist es Brauch, ihn zu verbrennen oder zu vergraben, statt ihn in den Müll zu werfen.

Das Gesetz lautet: „Heilige Sachen, die durch Weihung oder Segnung für den Gottesdienst bestimmt sind, sind ehrfürchtig zu behandeln und dürfen nicht zu profanem oder ihnen fremdem Gebrauch verwendet werden, selbst dann nicht, wenn sie Eigentum von Privatpersonen sind“ (can. 1171). Ein Ablass, der mit einem gesegneten Gegenstand verbunden ist, erlischt erst, wenn der Gegenstand zu bestehen aufhört oder verkauft wird (Enchiridion Indulgentiarum, Norm 16). Einen gesegneten Rosenkranz verschenkt man deshalb besser, statt ihn zu verkaufen.

Das meiste davon ist ganz alltäglich. Stell Weihwasser neben die Tür, häng ein Kreuz dorthin, wo du es siehst, und bitte einen Priester, deine Wohnung zu segnen. Nichts davon ist vorgeschrieben, und all das wendet ein Zuhause immer wieder für ein paar Sekunden dem Gott zu, der es zuerst gesegnet hat.

Häufige Fragen

Ist Weihwasser ein Sakramentale? +

Ja. Weihwasser ist Wasser, das die Kirche gesegnet hat. Katholiken bekreuzigen sich damit, wenn sie eine Kirche betreten, und viele haben zu Hause ein kleines Weihwasserbecken. Der Katechismus hält fest, dass die Besprengung mit Weihwasser „an die Taufe erinnert“ (KKK 1668).

Ist der Rosenkranz ein Sakramentale? +

Die gesegneten Perlen sind ein Sakramentale. Das Rosenkranzgebet ist eine Andacht, die der Katechismus neben Wallfahrten, Prozessionen und Kreuzwegandachten zu den Formen der Volksfrömmigkeit zählt (KKK 1674). Beides führt die Liturgie fort, ohne sie zu ersetzen.

Kann ich meinen Rosenkranz selbst segnen? +

Bitte besser einen Priester oder Diakon darum. Der Ablass für den Gebrauch eines Rosenkranzes, Kreuzes, Skapuliers oder einer Medaille setzt voraus, dass ein Priester oder Diakon den Gegenstand gesegnet hat (Enchiridion Indulgentiarum, Gewährung 14). Laien können bestimmten Segnungen vorstehen, etwa wenn Eltern ihre Kinder segnen (KKK 1669).

Wirken Sakramentalien ohne Glauben? +

Nein. Sakramentalien wirken nicht automatisch. Sie heiligen das Leben der Gläubigen, die „recht bereitet sind“ (KKK 1670). Wer eines davon wie einen Glücksbringer benutzt, losgelöst von Glauben und Gebet, verfällt dem, was der Katechismus Aberglauben nennt (KKK 2111).

Was macht man mit einem alten oder kaputten gesegneten Gegenstand? +

Es ist Brauch, ihn zu verbrennen oder zu vergraben, statt ihn wegzuwerfen. Viele Pfarreien sammeln vor der Fastenzeit die Palmzweige des Vorjahres und verbrennen sie zur Asche für den Aschermittwoch. Das Kirchenrecht verlangt, gesegnete Gegenstände ehrfürchtig zu behandeln (can. 1171).

Können Nichtkatholiken einen Segen empfangen? +

Ja. Nach dem Kirchenrecht sind Segnungen „vornehmlich Katholiken zu erteilen; sie können auch Katechumenen erteilt werden, und, wenn dem nicht ein Verbot der Kirche entgegensteht, sogar Nichtkatholiken“ (can. 1170).